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Zurück zu Claudias Geschichten

 

Da standen diese Schlagwörter:

Weltkrieg Podehl-Fenu Serie Götz Waisenkinder Bergen Heimlichen PICASSO Höhlenkinder Fliehen Grund Burger Höhle DVD Peter IT>DE Zweiten Komplette Eva Aut 1997

Die Seite gibt es nicht mehr.

Sehr witzig!

Naja also:

Götz, Komplette, Burger, Fliehen, Zweiten, Waisenkinder, Bergen,  Serie, Höhle, Weltkrieg, Eva: das gehört alles zu den Höhlenkindern. Da die Serie nun als DVD rausgekommen ist,  wird darüber auch eine Menge im Internet geschrieben. Als Schauspielerin habe ich als 6jährige noch im DEFA-Film „52 Wochen sind ein Jahr“ mitgewirkt. Den Film habe ich nie gesehen, da wir kurz danach in den Westen gegangen sind.

Podehl-Fenu? Weil ich verheiratet bin, mein Mann heißt Gianni Fenu, >> Fenus Fotos, und meine Namen sind  Ausdruck der offensichtlichen Schizophrenie meines Lebens. Auf meinem deutschen Pass steht Claudia Fenu, auf dem Italienischen Claudia Podehl. Die Italiener sprechens als Pòdel aus, die Deutschen nennen mich Fenù, keins von beiden ist richtig. Was die Italiener dann noch mit dem „h“ da hinten anfangen, das wird überall hingesetzt, nur nicht hinter das „e“, oft verschwindet es einfach.  Als ich dann endlich einen italienischen Personalausweis hatte, in dem Podehl richtig geschrieben war, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich von nun an Caludia hieß. Um daraus dann wieder Claudia zu machen, habe ich mal 3 Tage ernsthaft in der Personalausweisausgabestelle im römischen Meldeamt gearbeitet.

Peter? Gehört auch zu den Höhlenkindern. Allerdings heißt so auch mein Vater, der ja dieser Webseite den Namen gibt. Also lest schön viel von und über Peter Podehl.

Picasso? Zu einer seiner erstaunlichsten posthumen Veröffentlichungen habe ich die Übersetzung aus dem Italienischen geliefert. Das Buch heißt: „Die verborgene Sammlung“, wunderschöne Ausgabe mit ziemlich explosiven Zeichnungen. Die Texte dazu von hochgestochenen Kunstkennern sind ziemlich stocksteif, da sie mit Picassos absoluter Freiheit damals noch nicht umgehen konnten, dementsprechend natürlich auch meine deutsche Übersetzung. Heute wären sie ja vielleicht doch etwas lustiger, wer weiß? Ich habe auch das Buch „Harem“ übersetzt, das auch an verschiedenen Stellen im Internet rumgeistert. Und einen Teil aus „Das unterirdische Rom“, den  Mondrian-Katalog, Texte über Versace, Marino Marini, den Fremdenführer zu den Stätten des Heiligen Antonius in Padua. Ein Exemplar davon schickte ich unserer lieben alten Frau Neumeier, die bei uns in der Aretinstraße sauber machte und oft auch kochte. Sie rief immer den heiligen Antonius an, wenn im Haus irgendetwas verschwunden war und partout nicht wieder auftauchen wollte. Das funktionierte immer.

DE>IT? Müsste eigentlich DE<>IT heißen, denn ich habe 20 Jahre lang in beide Richtungen übersetzt und mir damit mein Geld verdient. Die Bücher stehen da oben, aber Geld verdienen kann man damit wenig, Verlage zahlen nur so eine Art Kostenrückerstattung. Drum gehen auf mein Konto Unmengen von “Gebrauchsinformtionen”, jawohl, Packungsbeilagen italienischer Medikamente für die Südtiroler, deutsche Technik und deutsches Recht ins Italienische, italienische Kunst, Politiker-, Minister- und Staatspräsidentenreden, einmal sogar die gesamte Webseite des italienischen Parlaments  ins Deutsche, und auch die gesamte Geschäftsordnung der italienischen Abgeordnetenkammer, Ausschreibungen, Baubeschreibungen in beide Richtungen, Haiders Parteiprogramm ins Italienische und weiß der Teufel was sonst noch alles. War alles interessant, auch die Anpreisung neuester kleiner Kameras zur Kanalinspektion: Noch nie haben Sie Ihren Abwasserkanal so klar gesehen, wie wir ihn Ihnen zeigen!

Und sonst? War ich vor meiner Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin 13 Jahre lang Berufsschullehrerin, auch das war heftig und grundsätzlich ziemlich lustig. Ich habe auch Kindern in der Grundschule ersten Englischunterricht gegeben, Diplomaten Deutsch beigebracht und Dolmetscher ausgebildet, d.h., sie so weit gebracht, dass sie gesprochenes Deutsch verstehen und auch Deutsch sprechen können. Da haperts noch ziemlich in der Deutsch-Lehr-Kultur.

Und nun? Arbeite ich mich durch Peters riesiges und recht unordentliches – wohl für mich unordentlich, er selber fand sich da gut zurecht – Archiv, versuche, seine Werke euch allen zugänglich zu machen, lerne also, wie man so eine Webseite gestaltet. Mittlerweile habe ich auch einen noch etwas spärlichen YouTube-Kanal organisiert. Und außerdem tanze ich mit meinen Enkeln CanCan.

Macht alles Spaß.

 

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