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Peter Podehl und Bettina Fuchs (Flöte)
Der Mensch, das Wunder zwischen Kosmos und Quark
Mitschnitt 11. November 2001, Künstlerhaus München
Fragmente zum Thema
Sodann: lasst uns zusammen auf Staunreise gehen: Das Weltall – ein einziges Schweben. Das Atom – ein einziges Schweben. Und wir Menschen mittendrin, wir sind lauter schwebende Atome im schwebenden Weltall.
“Warum ist etwas und nicht nichts?” Leibniz hat die Frage gestellt. Sie macht, so finden wir, schwindlig, kann leicht die Grundfesten allen Denkens erschüttern. Wer misst sich eine Antwort oder auch nur Ansätze einer Antwort an?
Wir bestimmt nicht. Wir sind zunächst einmal wissenschaftliche Laien von einiger Sach- und Fachferne; die Poesie ist eher unsere Sache, wobei der Hinweis nicht fehlen sollte, dass die poeten nach der griechischen Wortwurzel “Macher” sind.
“Berühre eine Blume, und die Sterne erzittern”, sagt Paracelsus.
Ist das zu glauben, kann man das ernst nehmen? Wissenschaft und Poesie, die ihre Grenzen kennen, halten Hochzeit, und es wird aufregend schöne und weise Kinder geben. Wir sollten nicht aufhören zu staunen, dabei lernen wir Ehrfurcht und Liebe. Von Gott zu sagen, man habe ihn mit endgültiger Gewissheit in der Welt der Physik oder Mathematik gefunden, ist vorschneller Taschenspielertrick und Augenwischerei. Seien wir getrost, ihn suchen zu dürfen.

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