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Schreibt PP:

AUS DEM BÜCHERSCHRANK GEHOLT:
PETER SCHLEMIHLS WUNDERSAME GESCHICHTE
VON ADELBERT CHAMISSO

Ein Film von Peter und Charlotte Podehl
mit
Rolf von Nauckhoff
Werner Uschkurat
Charlotte Fredersdorf
Iris Richter
Joachim Bogs
Erik Jede
Hort Naumann
Alfons Teuber

Kammer Albert Ammer
Ausstattung Jörg Wisbeck

Viele Bücher schmoren allerorten in den Bücherschränken. Das Lesen, das Schmökern ist im Zeitalter von Film, Funk und Fernsehen, die meist fertig ausgeführte Darbietungen präsentieren, ein seltenes Vergnügen geworden. Nun, das Fernsehen hat auch anregerische Aufgaben: Mit dieser Sendung soll der Spaß am Lesen geweckt oder auch wiedergeweckt werden.
Wir haben einen Band der Werke von Adalbert von Chamisso (1781-1838) aus dem Bücherschrank geholt, den Staub weggeblasen und die wundersame Geschichte vom armen Peter Schlemihl gefunden, der seinen Schatten verkaufte und dafür ein Geldsäckel erhielt, in dem die klimpernden Taler nie alle wurden. Und dennoch bleibt er arm im Herzen, denn alle Welt verachtete ihn seiner Schattenlosigkeit wegen, so dass er nur noch bei Dunkelheit oder bei Regen unter die Menschen zu gehen wagt.
Sein Gegenspieler ist ein Mann in Grau, ein unheimlicher Geselle, der sich schließlich als untergeordneter Teufel entpuppt, als er Schlemihls Seele für die Rückgabe des Schattens fordert. Ein Motiv, über das bekanntlich im “Faust” viel nachzulesen ist. Sage niemand: was kümmert mich meine oder eines anderen Seele? Der Teufel und seine Gier auf Seelen bleibt ein aktuelles Thema, solange es Menschen gibt.
Neben dem Bücherschrank steht im Studio eine kleine Traumkulisse, und eine Handvoll Spieler stellen die wichtigsten Szenen der Märchens dar, immer wieder abgelöst vom kommentierenden Sprecher und Erzähler.
Wenn nach der Sendung dieser oder jener nachschaut, ob in seinem Bücherschrank nicht der Schlemihl steht, wenn er ihn findet, darin blättert und liest, dann ist Sinn und Aufgabe der Sendung erfüllt.

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