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Vita und Werke

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Eine leider noch unvollständige Workslist mit Stichpunkten zum Leben von Peter Podehl

mit Links zu den zur Zeit auf Youtube und anderswo abrufbaren Filmen und Filmschnipseln (noch im Aufbau begriffen)

Geboren am 3. Januar 1922 in Berlin – gestorben am 7. Oktober 2010 in Mandela (Italien)

Ab 1929 Rudolf-Steiner-Schule in Berlin, die 1938 vom nationalsozialistischen Regime verboten wurde

1940 Abitur an einer Waldschule in Berlin

bis 1942 Besuch der Schauspielschulen des Deutschen Theaters in Berlin und des Burgtheaters in Wien

1943-45 Soldat

1946 bis 1950 Schauspieler, vornehmlich Komiker am Nationaltheater in Weimar, und auch Regisseur und Autor

1948  Uraufführung seines Zwei-Personen-Stücks Kommen und Gehen

1949  Uraufführung des Lustspiels Familientheater

1948 heiratete er die ebenfalls am Weimarer Nationaltheater engagierte Schauspielerin Charlotte Ulbrich, die in diesen beiden Stücken die Hauptrolle spielte

1951 bis 1955 Tätigkeit für die DEFA, als Schauspieler im Film Corinna Schmidt, und Drehbuchautor, das heißt Co-Autor mit Wolfgang Staudte, des Märchenfilms Die Geschichte vom kleinen Muck, Wolfgang Staudte führte in diesem Film Regie, Peter Podehl war gleichzeitig dessen Regieassistent. In der Titelrolle der 11jährige Stiefsohn Thomas Schmidt.

In diesen Jahren entstand auch die erste Fassung von Eupa und Ro in enger Zusammenarbeit mit dem Maler Erwin Hahs, der den Anstoß zu diesem Stück gegeben hatte und die Bühnenbilder entwarf, und das Märchenbuch für Liebende in enger Zusammenarbeit mit Iris Hahs-Hoffstetter, die die Illustrationen zu diesen Märchen schuf.

1955 Umzug mit der Familie nach München

Regieassistent von Kurt Hoffmann im Film Ich denke oft an Piroschka (Film), nach dem Roman von Hugo Hartung; Peter Podehl spielt am Anfang auch einen jungen Mann, der den Protagonisten auf die Schippe nimmt, als das Stativ seines Fotoapparats zusammenbricht.

Danach Aufbau der Laufbahn im Fernsehen als Autor, Regisseur und Produzent

Regisseur und bisweilen auch Drehbuchautor in der täglich ausgestrahlten Werbefernsehsendung Zwischen Halb und Acht im Bayrischen Rundfunk

1957 kaufte der dem Hause befreundete Fotograf Stefan Moses eine 16-Millimeter-Kamera und animierte ihn dazu, kleine Geschichten zu schreiben und zu verfilmen, die im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Das war der Anstoß für die Entstehung im Laufe mehrerer Jahre von:

  • Ein Vermögen zu verjubeln
  • Ferien im Zoo
  • Rummelplatzmelodie
  • Eine Stadt zieht den Wintermantel an
  • Die Triole auf den vier Achteln
  • Botanische Romanze
  • Die Kindersinfonie
  • Die Geschichte eines Bleistifts
  • Die Müllprinzessin
  • Ferien auf dem Lande
  • Märchen in der Müllerstraße (WDR-Produktion, Drehbuch und Regie von Podehl)

In der gleichen Zeit Drehbuchautor und Regisseur bei zwei Märchenfilmen der Firma Schongerfilm in Inning am Ammersee:

Der Wolf und die sieben jungen Geißlein (1957) (Film – Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, alle witzigerweise seitenverkehrt) und

Frau Holle  (1961) (Film)

1961 Drehbuchautor und Regisseur für Schongerfilm im Auftrag des WDR für zwei Buchverfilmungen:

Ahimeh (nach dem Buch von Eva Rechlin), wo Stiefsohn Thomas Schmidt nochmals die Hauptrolle spielte, und

Die Höhlenkinder (nach Alois Th. Sonnleitner) 1961, auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges übertragen; Tochter Claudia spielte die Eva (es wurden 12 Folgen geschrieben und gedreht, allerdings nur 10 Folgen ausgestrahlt. Die ursprünglich ersten 4 Folgen waren zu 2 längeren Folgen zusammengeschnitten) – die gesamte Serie gibt es auf DVD.

1963 Buch und Regie für den Fernsehfilm Der ehrliche Luigi

In den 60er Jahren Regisseur für den WDR bei der Serie Kasper und René mit dem Hohensteiner Kasper und mit Friedrich Arndt als Kasper und Drehbuchautor.

Zum Tod von Friedrich Arndt und von Peter René Körner moderierte er zusammen mit Armin Maiwald zwei Erinnerungssendungen

Seid ihr alle da?  – Erinnerungen an den Puppenspieler Friedrich Arndt (1985)

und

Wir erinnern uns an Peter René Körner (1989)  – Zusammenschnitt ohne Moderationen, wobei allerdings die Kommentare aus dem Off vorhanden sind: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, darin auch Kasper und Rene in Rom und in Helsinki, Teil 6.

Daraus ging später die Fernsehserie Hase Cäsar (Song: Ich wünschte mir, ich wär ein Hund und Mondsong) hervor. Drehbücher von Wolfgang Buresch, Regie Peter Podehl bei den ersten Folgen.

Oftmals hörte er den Satz, “das Buch möchte ich jetzt lesen”, wenn Bekannte eine schöne Romanverfilmung gesehen hatten. Da kam er auf die Idee, eine Sendereihe  für das Nachmittagsprogramm, also in erster Linie für Jugendliche zu starten, in der Bücher aus der klassischen Literatur vorgestellt und einige ausgewählte Szenen mit Schauspielern dargestellt wurden. So entstand zum Teil in eigener, zum Teil in Auftragsproduktion für den WDR die Fernsehserie Aus dem Bücherschrank geholt. Peter Podehl war hier auch Moderator vor der Kamera.

  • Peter Schlemihls wundersame Geschichte (Adelbert von Chamisso)
  • David Copperfield (Charles Dickens)
  • Die toten Seelen (Nikolaj Gogol)
  • Tartarin von Tarascon (Alphonse Daudet)
  • Eugénie Grandet (Honoré de Balzac)
  • Jahrmarkt der Eitelkeit (William Makepeace Thackery)
  • Stiller (Max Frisch), mit einem Interview mit dem Autor
  • Aus dem Leben eines Taugenichts (Joseph von Eichendorff)
  • Die Verlobten (Alessandro Manzoni)
  • Frau Jenny Treibel (Theodor Fontane)

Anfang der 1970er Jahre Geschichten auf Bestellung für das Kinderprogramm im Hörfunk des WDR. Die Kinder wünschten sich bestimmte Personen oder Gegenstände, die in einer Geschichte vorkommen sollten, und der jeweils zur Sendung eingeladene Prominente erfand dann diese „Geschichte auf Bestellung“. Geschichtenerfinder waren u.a. Astrid Lindgren, der damalige Außenminister Walter Scheel, Peter Frankenfeld, Frank Elstner, James Krüss und Robert Lembke.

Zwischen 1973 und 1983 Autor und Regisseur bei insgesamt etwa 50 Sendungen der Serie Lemmi und die Schmöker. Grundlage war dieselbe Idee der Bücherschränke, Kinder und Jugendliche zum Lesen anzuregen. In der Serie wurde die damals neue elektronische Tricktechnik erprobt und mit Erfolg eingesetzt.

Titel  der Lemmi-und-die-Schmöker-Folgen

Aktiv im Erfinderteam des “Zini”, jenes gelben Punktes in der Sendereihe Spaß am Montag – später Spaß am Dienstag- mit Zeichentrickfilmen von Disney und anderen zeigte. Drehbuchautor und Regisseur der Moderation bei allen Folgen. Zwei Schnipsel Moderation mit Thomas; letzte Folge mit Werner (Titel und Anfangsschnipsel), Schnipsel aus der Moderation (Werner)  Opfer für einen Kameraden

1980 Drehbuchautor und Regisseur für seinen letzten Fernsehfilm, den Dreiteiler Jan, der Junge vom Goldenen Stern nach Alexander Keys The forgotten door mit  Thekla Carola Wied in einer der Hauptrollen. Den Fim gibt es auf DVD.  – 2-Minuten-Schnipsel mit Schluckauf vom Filmanfang,

1980 Auftrag des NDR Hamburg, Drehbücher für die Hallo–Spencer-Puppen zu schreiben. Aus der Zusammenarbeit mit dem Team entstand die beliebte Sendereihe Hallo Spencer. Er schrieb die Drehbücher für etwa 200 Folgen und führte Regie bei etwa 180 Folgen.

Sporadisch Theaterinszenierungen, unter anderem:

Des Teufels General von Carl Zuckmayer am Stadttheater Ingolstadt,

Bunbury von Oscar Wilde und

Der Regenmacher von Richard N. Nash in Aachen

Theaterstücke im Archiv (die wir bald hier reinstellen werden):

  • Das späte Fräulein Pimpernel, Komödie
  • Wunschdenkensende und Ich und fast alle meine Ärzte, zwei Spielvorlagen für Werkstattbühnen
  • König gefangen, Komödie
  • Scheidung auf Probe, Lustspiel
  • Henriette Gusic

Ebenfalls im Archiv drei Pilotfilme der Serie Jakopp & Elisabett, Episoden aus einem etwas sonderbaren Leben zu Zweit.

Neue Werke, wie den dreiteiligen Stadtroman, könnt ihr hier lesen.

In den “Rentenjahren” verschiedene Vortragsabende mit Charlotte und auch Bettina:

Wir leben als schwebten wir nicht

Sieben Liebesgeschichten

Zitatenpudding

Goethe wie er nie im Schulbuch stand

Zeit für Märchen

Guten Tag, lieber Gott, wie geht es deiner Frau? Lange haben wir nichts mehr von ihr gehört.

Die Kommödie von der Welt in Erwartung des Menschen

Eine lehrte ihn ganz, was Liebe sei – Hölderlin in der Schule der Diotima

Was fehlt muss ich erst noch abschreiben und werde es unter “Lesestücke” veröffentlichen, einige später auch im Originalton unter Stimmen.

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